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Schmerztherapie

Darunter definieren wir physiotherapeutische Behandlungsmethoden eines Spektrums von Problematiken, die durch Schädigung des Gewebes ausgelöst werden und Schmerzen verursachen.

Wir unterscheiden zwischen akuten und chronischen Schmerzen.

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Akuter Schmerz

Ein akuter Schmerz entsteht als Reaktion auf eine Verletzung des Gewebes. Diese kann mechanisch, chemisch oder thermisch durch Kälte und Wärme geschehen.

Eine Verbesserung des Stoffwechsels und eine Reduktion der Schwellung durch Bewegungsübungen, manuelle Lymphdrainage, gezieltes Dehnen oder Triggerpunkt-Techniken können die Heilung und somit die Schmerzreduktion um ein Vielfaches beschleunigen.

Chronischer Schmerz

Bei Schmerzen, die länger als drei Wochen andauern, spricht man von chronischem Schmerz. Dieser hat nicht nur zufolge eine physiologische Veränderung des Gewebes wie eine Entzündung oder eine Stoffwechselproblematik, sondern speichert sich auch im Gehirn und Rückenmark. Nervenzellen lernen schnell. Empfinden diesen einen Schmerz über eine längere Zeit, bilden sich Neuronenverbindungen, und es entsteht ein Bereich, der genau für den besagten Schmerz zuständig ist. Auch Nervenbahnen, die überansprucht werden, reagieren schneller und intensiver auf einen Reiz. Dies hat zufolge eine stärkere Wahrnehmung des Schmerzes. Durch diese Mechanismen entwickeln und festigen sich pathologische Bewegungsmuster, die auch, nachdem der Schmerz nachlässt oder gar komplett aufhört, weiter fortbestehen.

Dauert der Schmerz länger als drei Wochen an, ohne sich merklich zu bessern, und/oder intensiviert sich, sollte man rasch Gegenmaßnahmen setzen. In der Physiotherapie können hierfür unterschiedliche Behandlungsmethoden angewandt werden. Auf jede Problematik wird individuell eingegangen, um gezielte und effektive Maßnahmen zu setzen.

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Wie gehen wir vor

  1. Umfangreiche Anamnese. Wir stellen gezielte und spezifische Fragen betreffend Ihrer Krankheitsgeschichte und allen Parametern, die Ihren Schmerz verursachen können. Röntgen und MRT Bilder, falls vorhanden, werden ausgewertet. Auch bereits bestehende Befunde sehen sich unsere Physiotherapeuten an.

  2. Manuelle Untersuchung. Die schmerzhafte Stelle und ihre Umgebung wird genau abgetastet. Durch langjährige Erfahrung und die entsprechende Ausbildung lässt sich pathologisches Gewebe von gesundem Gewebe gut unterscheiden. Durch die Palpation kann man bestimmte Gewebsteile ausschließen und sogar die Quelle des Schmerzens eruieren.

  3. Funktionsprüfung. Bei der Funktionsprüfung wird durch eine Reihe von bestimmten orthopädischen und neurologischen Tests die Funktion des betroffenen Segments geprüft. So wird die Beweglichkeit, Kraft, Motorik, Sensibilität etc. getestet. Es wird ermittelt, ob bestimmte Parameter von der Norm abweichen und mit der Problematik in Verbindung stehen.

  4. Therapieplan. Das Ergebnis der Untersuchung wird mir Ihnen besprochen und anschließend gemeinsam mit Ihnen ein Therapieplan erarbeitet, um eine baldige Linderung des Schmerzes zu erreichen. Hierbei ist es uns sehr wichtig, dass Sie ein Verständniss für Ihre Problematik entwickeln und wir gemeinsam an einer Lösung arbeiten. 

Autor: Dipl. Physiotherapeut Peter Andrukonis

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