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Kinesiotaping als unterstützende Therapie beim Impingement-Syndrom: Anwendungen und Vorteile"

Das Impingement-Syndrom, auch Engpass-Syndrom genannt, ist eine häufige Ursache für Schulterschmerzen und Bewegungseinschränkungen. Es entsteht, wenn die Strukturen im Schulterbereich, wie Sehnen der Rotatorenmanschette und der Schleimbeutel, zwischen dem Oberarmknochen und einem Teil des Schulterblatts (dem Akromion) eingeklemmt oder gereizt werden. Dieses Syndrom kann durch Überbeanspruchung, Verletzungen, altersbedingte Veränderungen oder anatomische Besonderheiten verursacht werden.

Kinesiotape, eine therapeutische Tape-Methode, hat sich als unterstützende Behandlung bei Impingement-Syndrom bewährt. Hier sind einige der Hauptvorteile und Anwendungsweisen:


Schmerzlinderung

  • Druckentlastung: Das Tape hebt die Haut sanft an, wodurch der Druck auf die darunterliegenden sensiblen Schmerzrezeptoren reduziert wird. Dies kann eine sofortige Schmerzlinderung bewirken.

  • Sensorische Stimulation: Die ständige leichte Reizung der Haut durch das Tape kann dazu beitragen, die Schmerzwahrnehmung zu verändern, was als Gate-Control-Theorie der Schmerzlinderung bekannt ist.

Verbesserung der Beweglichkeit

  • Unterstützung der Gelenkfunktion: Durch gezieltes Anbringen kann das Tape dazu beitragen, die normale Bewegungsfreiheit zu unterstützen und gleichzeitig eine Überdehnung oder Überbeanspruchung der betroffenen Bereiche zu verhindern.

  • Propriozeptive Verbesserung: Das Tape kann die Körperwahrnehmung verbessern, was für eine korrekte Gelenkstellung und -bewegung entscheidend ist.

Reduzierung von Entzündungen und Schwellungen

  • Verbesserung der Zirkulation: Das Anheben der Haut fördert eine bessere Blut- und Lymphzirkulation, was wiederum zur Reduzierung von Schwellungen und Entzündungen beiträgt.

Impingment-Syndrom Kinesiotaping

Unterstützung und Stabilisierung

  • Muskuläre Unterstützung: Kinesiotape kann schwache oder überstrapazierte Muskeln unterstützen, ohne die Beweglichkeit wesentlich einzuschränken.

  • Gelenkstabilisierung: Es hilft, die Gelenke zu stabilisieren, was besonders bei einer Schwäche der Rotatorenmanschette wichtig ist.

Anwendungsweise

  • Professionelle Anwendung: Es ist entscheidend, dass das Tape von einem ausgebildeten Fachmann, wie einem Physiotherapeuten, korrekt angelegt wird. Die Anwendungstechnik kann je nach individuellen Bedürfnissen variieren.

  • Kombination mit anderen Therapien: Kinesiotape sollte als Teil eines umfassenderen Behandlungsplans angesehen werden, der Übungen, manuelle Therapie und gegebenenfalls Veränderungen des Aktivitätsniveaus umfassen kann.


Wichtige Hinweise

  • Individuelle Reaktionen: Nicht jeder reagiert gleich auf Kinesiotaping. Bei manchen Menschen kann es zu Hautreizungen kommen.

  • Kein Allheilmittel: Es ist wichtig zu beachten, dass Kinesiotaping die zugrunde liegenden Ursachen des Impingement-Syndroms, wie Muskelungleichgewichte, schlechte Körperhaltung oder biomechanische Probleme, nicht direkt adressiert. Diese Faktoren müssen ebenfalls in der Behandlung berücksichtigt werden.

Die Integration von Kinesiotape in einen umfassenden Behandlungsansatz kann somit dazu beitragen, die Symptome des Impingement-Syndroms zu lindern und die Funktion zu verbessern.




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